Mikrobiom und Darmsanierung


Darmsanierung
Darmsanierung

Unser Darm ist nicht nur ein Abflussrohr.

Der Darm hat ungefähr 100 Billionen Zellen, das sind mehr Zellen als unsere gesamten Körperzellen mit ca. 30 Billionen. 

Er ist mit dem Gehirn verbunden, der sogenannten Darm-Hirn-Achse, es findet eine ständige Rückkopplung mit dem Gehirn statt.

Im Darm sind die gleichen Neurotransmitter wie im Gehirn zu finden, u. a. das wichtige Serotonin (das Stimmungshormon).

Diese Tatsachen zeigen, wie wichtig ein funktionierender Darm für unsere Gesundheit ist.

 

Schon Hippokrates überlieferte "Der Darm ist der Vater aller Trübsal".

Paracelsus Zitat: "Im Darm liegt der Ursprung von Gesundheit oder Krankheit".

 

In vielen traditionellen und ganzheitlichen Gesundheitssystemen, wie und den Lehren von Hildegard von Bingen, dem indischen Ayurveda und die TCM (Trad.Chin.Medizin) spielt der Darm eine tragende Rolle.

 

Um so wichtiger ist es, dass dieses System nicht durcheinander gerät.

 

Durch jahrelange falsche Ernährung kann dies leider passieren.

Der Einsatz von Antibiotika vermindert die Vielfalt der Bakterienstämme, ebenso verschiedene Medikamente u. a. die PPI, sog. Protonenpumpenhemmer.  Hinzu kommen Toxine aus der Umwelt und Nahrungsmittelzusatzstoffe, Glutamate die allesamt schaden können.

Dauerhafter Stress oder auch Veranlagung kann das Darmmilieu schädigen.

 

Der Darm verliert sein stabiles Milieu und verändert sich ungünstig.

Die Bakterienvielfalt nimmt ab, die ungünstigen Bakterien vermehren sich. Der ph-Wert wird zu alkalisch oder zu sauer,  es kann zu  Pilz- und Parasitenbefall kommen.

Häufig kommt es zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Intoleranzen und Allergien u. a.

Auch können Depressionen und Angststörungen entstehen, da das "Glückshormon" Serotonin, welches hauptsächlich im Darm gebildet wird, nicht mehr ausreichend produziert werden kann.

 

Bemerkbar macht sich ein geschwächte Darmflora durch Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Blähungen, Krämpfe, Aufstoßen, Durchfall und/oder Verstopfung, erhöhte Anfälligkeiten für Infekte.

Infolge darauf: Divertikel, Polypen, Reizdarmsyndrom, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Asthma u.a.

 

Leaky Gut

Viele aktuelle Studien erfassen diese Problematik, wenn zudem auch eine löchrige Darmschleimhaut, ein Leaky Gut vorhanden ist, kommen Giftstoffe in den Körper zurück und landen evtl. im Gehirn (bestimmte Toxine können die Blut-Hirn-Schranke überwinden). Der Körper kann nicht mehr richtig Entgiften und es beginnt ein Kreislauf der Toxine.

Es entsteht eine Überlastung der Leber (durch Fuselalkohole, die im Darm entstehen), die versucht der Giftstoffe Herr zu werden.

 

Gerade bewies eine Studie, dass Morbus Parkinson auf eine fehlerhafte Darmflora zurückzuführen ist.

Weitere Krankheiten sind im Gespräch: Autismus und Multiple Sklerose, Diabetes mellitus II, Alzheimer, auch sie könnten die Folge eines nicht intakten Darmes sein.

 

Neben Rauchen, Alkohol und zuviel Zucker, zu wenig Ballaststoffe ist auch zu hinterfragen, inwieweit auch Glyphosat, Herbizide, Fungizide, Aromastoffe, Toxine und Geschmacksverstärker und letztendlich auch der "hochgezüchtete Industrie-Weizen" mit besonders viel (ungünstigen) Lektinen unsere Darmflora beeinflussen und verändern?

 

Leaky Gut gilt als gravierende Mitursache vieler chronischer Krankheiten. 

Schulmedizinisch wird leider nicht darauf hingewiesen!

 

Als Therapiemöglichkeit zeigt sich die Darmsanierung und ist hier von zentraler Bedeutung.

 

Prä- und Probiotika kommen hier zum Einsatz, um das geschädigte Milieu wieder aufzubauen.

Eine Ernährungsumstellung ist (leider) unumgänglich. 

 

Eine Darmsanierung kann 1 Monat oder aber auch 1-2 Jahre dauern, je nachdem inwieweit der Darm geschädigt ist. Lohnen tut sich es auf alle Fälle, da sonst noch weitere Krankheiten im Laufe der Jahre dazu kommen. Die Folge ist: verschiedene Medikamente müssen jetzt dauerhaft eingenommen werden, der "Medikamenten-Cocktail" schädigt wiederum die Darmflora.

 

Eine Stuhltransplantation, die in schwerwiegenden Fällen, mit den Bakterienstämmen von Urvölkern aus dem Regenwald übertragen wird ist Teil der heutigen Forschung und wird ansatzweise in Kliniken erprobt.

(Urvölker sind im Besitz einer natürlichen, vielfältigen Darmflora ohne Toxine, die in unseren Breitengraden nicht mehr zu finden ist).